Mein neustes Projekt Naza H + GPS,

endlich bin ich dazu gekommen das Stabilsierungssystem von DJI in einem Heli zu testen, dafür habe ich mir extra einen neuen  T-REX 550 DFC Super Combo zusammengebaut und mit dem Naza H ausgestattet.

Nachdem ich den Heli fertig und alles verkabelt hatte (hier gibt es ein schönes Video dazu)

kam ich zu den Einstellungen der Naza H, mit der Software V1.20 geht alles spielend einfach.

Im ersten Menü was „Common,, genannt wird, ist eine Übersicht von allen Einstellungen der Hardware.

Common

Als erstes wird das Heckservo nicht angeschlossen! Erst jetzt geht man in das Setupmenü oben im Reiter wobei auch gleich ein Warnfenster aufpoppt, dass der Motor für alle Einstellungen gegen anlaufen gesichert werden soll, entweder benutzt man einfach eine externe Stromquelle oder macht 2 von den 3 Phasen des Motorkabels ab.

Common warnung

Nach der Bestätigung kommt nun der Reiter „Start,, wo freundlich darauf hingewiesen wird ob alles am Heli korrekt montiert wurde und funktioniert, wenn das der Fall ist drückt man den Knopf knopf

Start

und weiter im Reiter „“Empfänger,, wo ausgewählt wird ob das Stabi Konventionell oder über ein Bus wie z.b Sbus verkabelt wurde, da ich eine Spektrum DX9 für den Heli benutze, habe ich Konventionell bzw. wie in der Software betitelt „Tradition,, ausgewählt.

Empfänger

Der nächste Punkt im Reiter wird „Mode,, genannt, dieser Kanal ist für die Umschaltung der drei verschiedenen Modes zuständig und wird über Kanal 7 bzw. U am NazaH eingestellt. Dafür habe ich einfach einen freien Schalter an Kanal 7 im Sender vergeben,ich musste dafür die Servowege auf c.a. 87% begrenzen damit Manual Atti und GPS sauber auswählbar waren.

Mode

in Punkt „Cali.,, werden nun alle Knüppel getestet und auch geschaut ob der Gyrokanal richtig arbeitet anschließend werden mit dem Button Start die Servomitten und Endausschläge kaliebriert, wichtig ist dabei, dass keine Dinge wie Trim, Mischer, Dualrate oder Expo im Sender programmiert sind.

Cali

Im Reiter „Mount,, wird als erstes die Einbaulage der Naza-H bestimmt, der Pfeil zeigt dabei nach vorn. Im unteren Abschnitt werden die Koordinaten der Naza und des GPS Moduls am Heli eingestellt, bei mir ist das GPS Modul hinten auf dem Heckrohr und somit weit weg von der Rotorachse. Das Flybarless System ist unterhalb des Heckauslegers auf der Gyroplattform.

Mount

Somit kommen wir jetzt zum Punkt „Rotor,, hier wird nur die Drehrichtung des Rotors angegeben, in meinem Fall rechtsrum

Rotor

unter „Swash,, wird die Taumelscheibenanlenkung vorgegeben in meinem Fall 120° HR3

Swash

Menüpunkt „Servo,, hier einfach mal voll Pitch geben und schauen ob alle TS Servos nach oben gehen, wenn das nicht der Fall ist Servo auswählen und S1 S2 oder S3 umkehren bis die Taumelscheibe sauber hoch und runter geht.

Servo

im nächsten Reiter „Trim,, finden wir die Feintrimmung vor, hier werden alle Servos so eingestellt das die Taumelscheibe sauber gerade ist und die Pitchmitte bei Null ° liegt. Dabei ist die Pitchmitte sehr wichtig, der Heli wird sonst im Flug bei Umschaltung zwischen Manual und Atti Höhe gewinnen oder auch verlieren, was mit einem bösen Schrecken enden kann.

Trim

Im „Mix,, Menü werden die Knüppelrichtungen vom Sender überprüft, bei Roll rechts sollte die Taumelscheibe nach rechts kippen, bei Nick vorn sollte die TS nach vorn kippen, bei Pitch positiv sollten die Blattkanten nach oben gehen. Das Swash Ring Limit wird hier so eingestell das bei Vollpitch, Volroll+Vollnick die Taumelscheibe nirgends mechanisch anschlägt, das muss auch im negativen Bereich getestet werden, bei mir reichten 65% aus.

Mix

Jetzt kommen wir zum „Cyclic,, Reiter. Hier wird der zyklische Weg eingestellt dafür muss man den Hautrotor so drehen das ein Blatt über dem Heckrohr steht, dann kann man mit einer Pitchlehre schauen ob auch 0°Pitch anliegen, mit einem Klick auf den Measure sollten jetzt bei einem 550-700er Heli zwischen 6,5 und 7° anliegen.

Cyclic

Im Punkt „Tail,, werden die Limits und die Richtung vom Heck eingestellt, ausserdem muss hier ein Servotyp festgelegt werden. Jetzt kann das Heckservo angeschlossen werden, hier sollte die Pitchhülse nicht auf Anschlag laufen, also mechanisch möglichst so einstellen das die Wege in beide Richtungen gleich sind, den Rest kann man dann über die Software begrenzen. Auch die Richtung der Ausschläge sollten überprüft werden. Hier gibt es eine nette Eselsbrücke.

Tail

Der letzte Reiter nennt sich „Feedback,, hier wird die Wirkrichtung vom Atti. und GPS getestet, dafür muss am Sender der Atti. Mode gewählt werden, anschließend kann mit einem Klick auf die Bilder am Heli überprüft werden ob das System wie abgebildet die richtigen Bewegungen ausführt. Auch hier sollte man sehr gewissenhaft arbeiten!

Feedback

Zu guter Letzt kann man die Einstellungen unter dem Button Tools Exportieren, ausserdem kann hier auch der Gyrosensor kaliebriert werden, eigentlich ist das nicht nötig aber zur Sicherheit kann man es ausführen, dabei muss der Heli bzw. die Rotorachse waagerecht sein und der Heli darf dabei nicht berührt werden.

Tool

Jetzt noch den Digitalen Kompass kalibrieren,

Um Zugang zum Kalibrierungsmodus zu bekommen schaltet man zügig zwischen Manual und GPS Modus um c.a 7 -10 mal,
jetzt sollte die LED gelb leuchten, wenn das geschehen ist nimmt man den Heli wie auf der Abbildung und dreht sich im Kreis, jetzt sollte die LED die grün leuchten, anschließend kippt man den Heli mit der Nase nach unten und dreht sich wie abgebildet nochmal im Kreis, wenn alles geklappt hat befindet sich der Heli wieder im normal Modus. Wenn nicht blinkt die LED hektisch rot dann muss man von vorne anfangen bis es klappt.
Kompass kalibrierenDie Kalibrierung ist damit abgeschlossen.

Was mir beim Setup aufgefallen ist. Wenn der Atti Modus aktiviert ist und der Heli gerade auf dem Tisch steht läuft zumindest bei mir die Taumelscheibe langsam aber stetig nach rechts, das habe ich im Atti Trim unter AILE so eingestellt das sie das nicht mehr macht, bei mir reichten -33%. Alle anderen Einstellungen habe ich so wie abgebildet eingestellt was für den 550er eine gute Grundeinstellung war.

Common

Ich war überrascht wie gut der Heli fliegt, auch im Manual-mode geht der Heli sehr gut im 3D er braucht sich nicht hinter einem Microbeast o. ä. verstecken und hat dabei auch noch eine beeindruckende Stabilität im atti. GPS Modus.

Mich hat das Naza H vollkommen überzeugt, eine feine Sache für Kameraflüge und Einsteiger die noch unsicher sind Rundflüge zu machen aber es trozdem wollen. Damit hier keine falschen Gedanken verbreitet werden das Naza H hat keine Rettungsfunktion und muss im manuellen Mode gestartet und gelandet werden!

Hier ein kurzes Video vom Erstflug, leider war ich alleine unterwegs und konnte nur die Stabilität des GPS aufnehmen.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 8.0/10 (9 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: +7 (from 11 votes)
DJI NAZA-H - Stabilsierungssystem eingestellt und getestet, 8.0 out of 10 based on 9 ratings